Aktuelles


Die Erforschung der Bienenwelt
Die Biene 17.11.2016 am 25.11.2016 um 12:24 (UTC)
 Die dritte Auflage des Buches "Die Erforschung der Bienenwelt" von Jürgen Tautz ist nunmehr erschienen und über die Audi Umweltstiftung kostenfrei erhältlich.


Das Buch "Die Erforschung der Bienenwelt" ist ab sofort wieder verfügbar. Es wurde nachgedruckt, da weiterhin eine große Nachfrage besteht. Das HOBOS-Buch ist in einer Drittauflage von 10.000 Stück erschienen. Jürgen Tautz, emeritierter Biologieprofessor an der Universität Würzburg und renommierter Bienenexperte, versammelt neue Fakten zur Honigbiene in dem 80-seitigen Buch, das die Audi Stiftung für Umwelt zusammen mit dem KLETT Mint Verlag herausgeben. Das Buch „Die Erforschung der Bienenwelt“ ist über die Audi Umweltstiftung für alle Bieneninteressierten kostenfrei erhältlich.

Online-Bestellung:hier
 

Heißer September: Folgen für die Bienen?
bienen-journal 19.09.2016 am 20.09.2016 um 16:31 (UTC)
 In der vergangenen Woche war es für September ungewöhnlich heiß und die Bienen sind noch fleißig umhergeflogen. Hat das Folgen – etwa für die Einfütterung oder den Varroa-Befall?

Über 30 Grad Celsius erreicht die Anzeige des Thermometers in der vergangenen Woche in einigen Regionen Deutschlands – und das im Spätsommermonat September. Die Bienen sind eigentlich schon eingewintert: gegen die Varroa-Milbe behandelt und mit Futter versorgt. Aufgrund der heißen Temperaturen sind sie allerdings noch aktiver als bei schlechtem Wetter.

Große Sorgen müssen sich Imker aber dennoch nicht machen, denn ein solches Wetter kann im September immer mal auftreten. Zwar rät Christoph Otten, der Leiter des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen dazu, jetzt nochmals stichprobenartig den Varroa-Befall zu kontrollieren. Es könnte nämlich sein, dass die vielen Bienen, die noch unterwegs sind, zusammengebrochene Völker eher finden, ausräubern und sich so wieder Milben einfangen. Einen Grund zur Panik sieht Otten allerdings nicht.

Warnung vor Melezitose-Honig
Gemeldet haben sich bei ihm bisher auch nur einige Imker, die jetzt einen verstärkten Eintrag von Melezitose-Honig registriert haben. "Wenn das der Fall ist, müssen Imker darauf achten, dass sie diesen Honig aus den Völkern nehmen", sagt Christoph Otten.

Überwintern sollten die Bienen nicht auf Melezitose-Honig, da sie ihn nicht aus den Waben bekommen. Sie könnten so, trotz voller Waben und einen Beutengewicht, das auf genügend Futter hindeutet, verhungern.

Melezitose ist eine Zuckerart, die im Honigtau vorkommt und dafür sorgt, dass der Honig so stark auskristallisiert, dass er – vor allem bei kaltem Wetter – kaum mehr aus den Waben zu lösen ist. Melezitose-Honig wird deshalb auch Zement-Honig genannt.

Kontrolle, wenn es länger warm bleibt
Zur Kontrolle rät auch Christian Dreher, Fachberater für Imkerei vom Bieneninstitut Kirchhain. Zwar sieht auch er das ungewöhnlich heiße Wetter im September noch nicht als kritisch für die Überwinterung an. "Wenn es jedoch im Oktober oder gar bis in den November hinein gutes Flugwetter für die Bienen gibt, könnte es sein, dass nachgefüttert werden muss", sagt er.
 

Varroa in Australien gefunden
Die Biene 06.07.2016 am 05.09.2016 um 15:28 (UTC)
 Australien ist der letzte Kontinent ohne Varroamilben. Nun gibt es einen Fund im Hafen von Townsville, Bundesstaat Queensland.

Varroa destructor
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Varroa destructor
© Scott Bauer/USDA
Die Varroamilben wurden in einem wild lebenden Schwarm der Asiatischen Honigbiene in der Nähe des Hafens gefunden. Frachtarbeiter hatten den Schwarm Ende Juni entdeckt und beim Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei gemeldet. Bei den aufgefundenen Milben handelt es sich um Varroa jacobsoni. Diese Art der Varroamilbe lebt natürlicherweise auf der asiatischen Honigbiene Apis cerana.

Die Biosicherheitsbehörde von Queensland hat einen Sperrkreis von 10 km um den Fundort gelegt. Man darf keine Bienenvölker, Bienen, Bienenprodukte (ausgenommen Honig) und gebrauchte Imkerausstattung aus dem Sperrkreis verbringen. Nun werden auch die Bienenvölker der Imker im Sperrkreis amtlich auf das Vorkommen der Varroa untersucht. Wer wilde Schwärme sieht, soll es den Behörden melden.
Imker können sich über die Varroa milbe informieren auf
Beeaware

gbr

Quelle: https://www.daf.qld.gov.au/services/news-and-updates/animals/news/varroa-mite-found-at-port-of-townsville
 

Das Kreuz mit dem Kreuzkraut
Die Biene 17.08.2016 am 05.09.2016 um 15:15 (UTC)
 
In einigen Regionen Baden-Württembergs ist die zunehmende Ausbreitung der Kreuzkräuter für Landwirte, Imker und Pferdehalter zu einem echten Problem geworden.

Die in den Kreuzkräutern (u. a. Jakobskreuzkraut, Schmalblättriges Kreuzkraut, Gemeines Kreuzkraut, Raukenblättriges Kreuzkraut, Wasserkreuzkraut) enthaltenen Pyrrolizidin-Alkaloide (PA) werden in der Leber von Menschen und Tieren zu giftigen Substanzen umgewandelt und führen zu irreversiblen Leberschäden. Gesetzliche Grenzwerte für PA in Lebensmitteln und Futtermitteln gibt es bislang nicht, obwohl immer wieder hohe und bedenkliche PA-Belastungen nachgewiesen werden. Alle auf Freiwilligkeit basierenden Maßnahmen haben die Ausbreitung der Pflanzen nicht aufhalten können.

Der Kreisbauernverband Biberach-Sigmaringen e.V. und die Pollenvereinigung Allgäu-Bodensee Oberschwaben e.V. fordern daher von der Politik verbindliche Regelungen zur Eindämmung der Kreuzkrautmassenbestände. Man kann diese Forderung mit einer Online-Petition unterstützen. Auf der Webseite finden sich auch Informationen über die Kreuzkräuter und ihre zunehmende Ausbreitung.

Infos und Online-Petition: Kreuzkrautgefahr
 

Schwache Bienen machen starke Völker
Die Biene am 27.06.2016 um 17:05 (UTC)
 Völker der Östlichen Honigbiene Apis cerana überleben einen Befall mit der parasitären Varroamilbe, der für Völker der Westlichen Honigbiene Apis mellifera tödlich endet.

Ein internationales Forschungsteam von Agroscope und dem Institut für Bienengesundheit der Universität Bern hat zusammen mit Partnern aus China und Thailand entdeckt, dass ein Großteil der befallenen Larven der Östlichen Honigbiene stirbt, worauf das Bienenvolk die abgestorbenen Larven entfernt – zusammen mit ihren Parasiten. Erstaunlicherweise ermöglichen also schwache Bienen das Überleben des Volkes, indem sie die Vermehrung des Parasiten verhindern. Die ektoparasitische Milbe Varroa destructor stellt weltweit die größte biologische Bedrohung für die Gesundheit der Westlichen Honigbiene dar. Dieser Parasit ist eine ernste Gefahr für das Überleben der Honigbienen, was wiederum negative Auswirkungen hat auf die Artenvielfalt und auf die Bestäubung von Kulturen, die für die Lebensmittelsicherheit relevant sind, hat.

„Einer nachhaltigen Bekämpfung dieses Parasiten stand bisher unser begrenztes Verständnis im Weg, wie sich der ursprüngliche Wirt dieser Milbe, die Östliche Honigbiene, verteidigt“, erklärt Vincent Dietemann von Agroscope. „Mit dieser Studie wollten wir die Resistenzfaktoren identifizieren, die es Völkern der Östlichen Honigbiene erlauben, Infektionen mit diesem Parasiten zu überleben“, ergänzt der Erstautor Paul Page von Agroscope und dem Institut für Bienengesundheit der Universität Bern, der die vergangenen drei Jahre an diesem Projekt gearbeitet hat.

Ein Team aus Forschenden von Agroscope und vom Institut für Bienengesundheit der Universität Bern veröffentlichte zusammen mit Partnern der Universität Chiang Mai (Thailand) und der Universität Zhejiang (Hangzhou, China) kürzlich einen Artikel im Open-Access-Journal Scientific Reports (Nature Publishing Group), in dem ein bisher unbekanntes Verhalten bei der Östlichen Honigbiene als altruistischer Suizid zur Stärkung des Bienenvolkes beschrieben wird.

„Dieses Verhalten lässt sich mit dem Wehrverhalten der Arbeiterinnen vergleichen, die bei der Verteidigung ihres Volkes das Leben lassen: Ihr Stachel bleibt im Eindringling hängen, wodurch der ganze Stachelapparat aus ihrem Körper gerissen wird und die Biene verendet“, erklärt Zheguang Lin von der Universität Zhejiang, der ebenfalls zur Arbeit beigetragen hat.

Die neue Erkenntnis wurde experimentell gewonnen und beruht auf der Beobachtung der individuellen Empfindlichkeit gegenüber der Parasitierung. Befallene Larven der Östlichen Honigbiene sind gegenüber V. destructor empfindlicher als Larven von A. mellifera und sterben früher. Diese Beobachtung lässt vermuten, dass sich diese Schwäche entwickelte, um eine verbesserte soziale Immunität zu ermöglichen, da schwache und tote Larven zusammen mit den Parasiten aus den Völkern entfernt werden. Obwohl die hohe Empfindlichkeit der Individuen gegenüber dem Befall zum Tod des Einzelnen führt, wird sie durch natürliche Selektion begünstigt, weil das Überleben der Völker erhöht wird.

Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Beitrag für die Erforschung von Insektenstaaten, weil sie einen neuen Ansatz zeigen, wie Individuen zur Bekämpfung von Parasiten zusammenarbeiten können: Unerwartet leisten für das Überleben der Kolonie nicht die „starken“, sondern gerade die „schwachen“ (d.h. empfindlichen) Individuen einen besonders wertvollen Beitrag. Diese Erkenntnis hat bedeutende Auswirkungen auf die Praxis in der Imkerei. In den vergangenen zwanzig Jahren haben die Bemühungen, das Überleben der Bienen gegenüber einem Befall mit V. destructor durch Züchtung zu verbessern, zu keinen befriedigenden Resultaten geführt. „Die Berücksichtigung der individuellen Empfindlichkeit bei künftigen Züchtungsprogrammen für A. mellifera wird zu widerstandsfähigeren Bienenvölkern und zu einer nachhaltigen weltweiten Imkerei beitragen“, ist der Ko-Autor Peter Neumann vom Institut für Bienengesundheit überzeugt.


Zitierung des Artikels
Paul Page, Zheguang Lin, Ninat Buawangpong, Huoqing Zheng, Fuliang Hu, Peter Neumann, Panuwan Chantawannakul & Vincent Dietemann. Social apoptosis in honey bee superorganisms. Sci. Rep. 6, 27210; doi:10.1038/srep27210 (2016).

Diese Studie wurde finanziell durch den Schweizerischen Nationalfonds, Agroscope und die Stiftung Vinetum unterstützt und von Forschenden von Agroscope (Schweizer Zentrum für Bienenforschung, Schweizerische Eidgenossenschaft), der Universität Bern, Schweiz (Institut für Bienengesundheit, Vetsuisse-Fakultät), der Universität Chiang Mai, Thailand (Bee Protection Laboratory, Department of Biology, Faculty of Science) und der Universität Zhejiang, China (College of Animal Sciences) durchgeführt.

Quelle und mehr: https://idw-online.de/de/news654100 (Nathalie Matter)
 

Das sogenannte FlowHive ansehen lohnt sich!
B.Wojke 16.03.2016 am 16.03.2016 um 13:55 (UTC)
 Unbedingt ansehen Honig ernte ohne Schleuder einfach und schonend!
 

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